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Was die Einbruchstatistik für Gewerbeflächen bedeutet

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 wurde im April 2026 veröffentlicht. Die Bundeszahlen sind bekannt, die regionalen Auswertungen auch. Was in der öffentlichen Diskussion meist fehlt: eine Einordnung, die über Wohnungseinbrüche hinausgeht und Gewerbeflächen, Lager und Außenanlagen ernst nimmt.

Das Rhein-Main-Gebiet ist einer der dichtesten Logistikstandorte Deutschlands. Rund um den Flughafen Frankfurt, entlang der Autobahnen und in den Gewerbegebieten zwischen Darmstadt und Gelnhausen liegen Lagerhallen, Umschlagflächen und Betriebsgelände, die rund um die Uhr im Betrieb oder über Nacht unbesetzt sind. Beides ist für professionell agierende Tätergruppen interessant – aus unterschiedlichen Gründen.

Was die Statistik zeigt – und was sie nicht zeigt

Das Bundeskriminalamt weist für 2024 bundesweit 78.436 Wohnungseinbrüche aus. Dieser Wert wird breit diskutiert. Was seltener thematisiert wird: Diebstahl aus und an Kraftfahrzeugen, Diebstahl von Metall und Kabel, Einbrüche in Gewerbeobjekte und Lagergebäude fließen in andere Deliktskategorien ein – mit teils erheblichen Dunkelziffern, weil nicht jeder Vorfall zur Anzeige gebracht wird.

Für die Sicherheitsplanung eines Unternehmens ist die Bundeszahl ohnehin nur ein grober Orientierungswert. Entscheidend ist das Lagebild für den konkreten Standort: Welche Delikte wurden in diesem Gewerbegebiet, auf dieser Straße, in dieser Branche registriert? Ein Recyclingbetrieb mit offenem Schrottplatz hat eine andere Gefährdungssituation als ein Autohaus mit verglasten Ausstellungsräumen – auch wenn beide im selben Landkreis liegen.

Nicht die Kamera entscheidet, sondern die Frage davor

Wer mit Sicherheitstechnik anfängt, denkt oft zuerst an Geräte: Kameras, Melder, Lesegeräte. Das Gespräch sollte aber mit einer anderen Frage beginnen: Was soll auf welcher Fläche zu welchem Zeitpunkt erkannt werden?

Ein Betriebsgelände mit 8.000 Quadratmetern Außenfläche, einem Haupttor, drei Nebeneingängen und einer schlecht einsehbaren Randbebauung stellt andere Anforderungen als ein Bürogebäude mit einem einzigen Haupteingang. Die Antwort auf die Frage, welche Technik sinnvoll ist, ergibt sich erst aus dem Grundriss, den Lichtverhältnissen, den Betriebszeiten und dem, was konkret geschützt werden soll.

SecuTel beginnt deshalb mit einer Begehung. Wir schauen uns die Fläche zu den Zeiten an, zu denen sie ungesichert wirkt – also oft abends oder am frühen Morgen. Wir notieren, was von außen einsehbar ist, wo Randzonen entstehen, die weder zur Straße noch zum Gebäude gehören, und welche Punkte für unbefugten Zutritt am anfälligsten sind. Erst dann entsteht eine Planung.

Logistik und Lager: besondere Anforderungen


Logistikflächen im Rhein-Main-Gebiet sind aus mehreren Gründen besonders exponiert. Erstens sind sie oft großflächig und nur dünn bebaut – weitläufige Außenflächen mit wenig natürlicher Einsehbarkeit. Zweitens wechseln Dienstleister, Fahrer und Fremdfirmen täglich, was die Kontrolle von Zutrittssituationen erheblich erschwert. Drittens lagert hier Ware mit hohem Wiederverkaufswert: Elektronik, Metalle, Kraftstoffe, Lebensmittel.

Eine klassische Videoüberwachung mit festmontierten Kameras, die nachts auf leere Höfe starren und bei jedem Fuchs Alarm schlagen, löst dieses Problem nicht. Sie dokumentiert – aber sie schützt nicht. Was auf großen Freiflächen bei Dunkelheit und unter wechselnden Wetterbedingungen zuverlässig erkennt, sind Systeme, die nicht auf sichtbares Licht angewiesen sind.

Wärmebild bei Dunkelheit und Entfernung

Wärmebildkameras erfassen die Wärmestrahlung von Personen und Fahrzeugen – unabhängig von Beleuchtung, Nebel oder dem Kontrast zwischen dunkler Kleidung und dunklem Hintergrund. Auf einer 200 Meter langen Umzäunung erkennt ein Wärmebildsensor eine Person, die sich an den Zaun heranarbeitet, bevor sie ihn übersteigt. Das ist der Unterschied zwischen Detektion und Dokumentation.

Diese Technik ist kein Allheilmittel und auch nicht für jeden Standort die richtige Wahl. Aber für weitläufige Außenflächen, Recyclingbetriebe, Solarparks und Lagergelände mit langen unbeleuchteten Perimeterzonen ist sie in vielen Fällen die einzige Technik, die früh genug detektiert, um eine sinnvolle Reaktion zu ermöglichen.

SecuTel plant und installiert Wärmebildsysteme mit eigenem Personal – von der Kabelführung über die Systemintegration bis zur Inbetriebnahme. IT-Kompetenz ist kein Zukauf, sondern Teil des Teams. Das ist kein Detail: Wärmebildkameras arbeiten heute fast ausnahmslos IP-basiert und sind in Netzwerke eingebunden, die konfiguriert, gewartet und abgesichert werden müssen.

Was die Statistik nicht abnimmt

Die Einbruchstatistik 2025 ist ein Lagebild, keine Entscheidungsgrundlage. Sie zeigt Häufungen und Trends, aber nicht das Risikoprofil eines einzelnen Betriebs. Wer auf Basis von Bundeszahlen entscheidet, ob er in Sicherheitstechnik investiert, übersieht den entscheidenden Schritt: die Analyse der eigenen Fläche.

Ob Ihr Standort im Rhein-Main-Gebiet überdurchschnittlich exponiert ist, lässt sich nur mit einem Blick auf das konkrete Gelände beantworten – nicht mit einer Statistik. Wir machen diesen Blick.

Quelle:
Bundeskriminalamt (BKA): Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (PKS 2025), veröffentlicht April 2026.


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